Ist es Selbstergründung oder Gefühlsvermeidung?
- 28. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 7 Tagen
F = Fragender, K = Katharina
F: Mir fällt manchmal die Einordnung schwer. Wenn ich z. B. die Gefühle (z. B. den Verlust eines Freundes) in der Art nach Ramana Maharshi hinterfrage, kann es sein, dass es schnell still wird, aber eher so, als wäre diese Selbstergründung Teil einer Gefühlsvermeidung.
Wohingegen die Selbstergründung bei manchen Themen wie Zweifeln oder Unsicherheiten oder einfachem Gedankenkreisen zu einer angemessenen, stimmigeren Erfahrung von Stille führt.
Kurz: Ich bin mir noch etwas unsicher, wie ich Rhamana Maharshi verstehen soll. Da ist noch der Wurm drin.
K: Als Mensch macht es sehr viel Sinn, seine Gefühle zuzulassen und die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen. Um jemanden zu weinen, der verstorben ist, ist wichtig. Wir tun uns allen einen großen Gefallen damit, die Maske endlich abzulegen und uns als Mensch zu entdecken und zu zeigen. Und als der Mensch da zu sein, der wir sind.
Wer spricht von Tod oder von Gefühlsvermeidung? In beiden Fällen ist noch das Ich anwesend – wenn manchmal auch sehr leise.
Der Verwirklichte weiß darum/erfährt, dass es weder Anfang, noch Ende, weder Geburt, noch Tod gibt. Alles ist – die ganze „Zeit“.
Der Körper entsteht durch Denken. Er existiert nicht, wenn wir nicht denken.
In der Erfahrung unseres Seins, in der weder Körper, noch Anfang, noch Ende besteht, wo niemand ist, der weint, wer sollte dann weinen und um wen? Wer sollte traurig sein?
Da ist nur tiefes Glück und Unendlichkeit.
Das ist eine tiefe Erfahrung – nicht nur ein Gedanke. Wir müssen das Denken vollständig loslassen.
Und auf dem Weg dahin, wenn man nicht von Geburt an verwirklicht ist und in dem Bewusstsein verbleibt, springt man noch hin und her - zwischen Identifikation mit dem Ich als Person und der tiefen Erfahrung des Seins. Löst, wenn man eifrig ist, alles auf und ab, was uns von der tiefen Erfahrung abtrennt. Das ist ein Weg … – der aber in Wahrheit nicht existiert.





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